FIALKA – Eine seltene „Werbe"-Ansichtskarte des Weilers namens Fialka vom Beginn des letzten Jahrhunderts. Falls Sie dachten, der romantische Name „Fialka" (Veilchen) gehe auf die gleichnamige Blume zurück — dem ist nicht so: Der Weiler erhielt seinen Namen nach Jozef Fiala (*1844), dem Bürgermeister von Malé Přítočno, der genau am 24. September 1881 die Genehmigung zum Bau einer Gaststätte erhielt. (Die Einheimischen sollten daher in diesem Jahr das 140-jährige Jubiläum der Gründung des Weilers feiern.) Zu Beginn des Jahrhunderts führte ein Herr Hustoles die Gaststätte als Pächter, nach ihm folgten viele weitere.

Herr Fiala kaufte Grundstücke im Kataster von Unhošť und erbaute dort eine Gaststätte, die er auch mit einer beliebten Kegelbahn ausstattete. Da die Gaststätte an der belebten Karlsbader Straße und in der Nähe des Bahnhofs Unhošť lag, fehlte es ihr sicher nicht an Gästen, und sie zog überdies weitere Siedler an, sodass Fialka nach und nach um mehrere Häuser wuchs.

Leider werden Sie dieses malerische Fleckchen wegen des Autobahnbaus nicht mehr finden. Das heutige Fialka füllt sich mit Gewerbeflächen — schauen Sie sich das ruhig über das Panorama von Mapy.cz oder Google Street View an: bit.ly/2Rondk5

Ansichtskarte aus den Sammlungen des Muzeum Kladenska.